Anfang der Woche passierte es mir, dass ich eine Mail mit zwei ausführbaren Dateien verschickte. Die Mail wurde zugestellt. Wie sich später herausstellte, ging der empfangende Mailserver allerdings nicht allzu behutsam mit ihr um. Die Anhänge wurden einfach gelöscht, weshalb ich einen Tag später einen Anruf bekam und die Mail, diesmal mit gezippten Anhängen, erneut zustellen mußte.
Dieser Vorgang ist an sich nicht interessant. Interessant ist vielmehr das Verhalten meiner Oma. Ich erzählte ihr die Geschichte, um zu erklären, warum ich mich unbedingt noch vor der Beerdigung an den Rechner setzen mußte. Kurz darauf klingelte das Telefon. Es war mein Großonkel und ich hörte wenig später einige Sätze, die sinngemäß so geklungen haben:
"Lars mußte eben noch eine Mail verschicken. Die drei Zettel [das angehängte Programm druckt solche...] wurden wohl in den falschen Ordner gesteckt."
Sie schloß die Geschichte mit den Worten (wieder sinngemäß zitiert): "Also ich schreib lieber mit einem Füller, das funktioniert wenigstens."
Ich erzähle dies nicht um zu zeigen, dass meine Oma nichts von Technik versteht. Das ist zwar der Fall und es wäre auch sehr verwunderlich, wäre es anders, schließlich saß sie nur einmal in Ihrem Leben selbst an einem Rechner. Ich erzähle diese Anekdote, weil sie mich an eine Erfahrung erinnerte, die ich schon einmal vor etwa zehn Jahren machte...
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